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Wer wird begleitet und besucht? Zu welchem Zeitpunkt beginnt eine Begleitung? (Sollte sie beginnen?) Was bedeutet Hospiz, Palliativ Care? Was kosten die Leistungen des Vereins? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt? Wer sind die ehrenamtlichen Kolleginnen? Wie kann ich den Verein unterstützen? Mitnehmen kann man nichts – aber etwas hinterlassen Verzicht auf Blumen und Kränze
Wer wird begleitet und besucht?
Wir besuchen Menschen, die sich in einer Situation befinden, die allein schwer auszuhalten und durchzuhalten ist. Abschied von Gesundheit und das Wissen, nur noch eine begrenzte Zeit leben zu können kann Menschen ohnmächtig und hilflos machen. Aber auch wütend und traurig. Wir besuchen Menschen, die sich versichern möchten, in ihrem Sterben nicht allein gelassen zu werden. Und wir begleiten Angehörige während der Zeit einer schwersten Erkrankung und des Sterbens eines geliebten Menschen. Das heißt konkret: wir kommen zu Ihnen nach hause, ins Pflegeheim und ins Krankenhaus, wenn Sie dies wünschen. Wir finden mit Ihnen gemeinsam einen Weg, den Sie in dieser Zeit gehen können. Wir lassen Sie nicht allein, wenn Sie es nicht wünschen.
Zu welchem Zeitpunkt beginnt eine Begleitung? (Sollte sie beginnen?)
Das Sterben eines Menschen beginnt dann, wenn sich dieser Mensch selbst als ein sterbender Mensch erkennt und begreift. Das ist oft erst möglich, wenn man genau über seine Situation informiert und im Bilde ist. Diese Informationen müssen kranke Menschen immer von ihrem Arzt bekommen. Notfalls muss man diese Wirklichkeit über sich selbst einfordern! Die Nachricht, an einer lebensverkürzenden Erkrankung zu leiden, kann Menschen in tiefe Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Isolation stoßen. Hier bedarf es Menschen, die nicht weggehen. Die aushalten, was Sie zu sagen haben. In dieser Situation ist es möglich, mit uns Kontakt aufzunehmen. Eine Sterbebegleitung beginnt, wenn ein schwerstkranker Mensch dazu in die Lage versetzt wird, seine momentane Lebenssituation realistisch zu beurteilen. Dazu brauch er viele Informationen über seinen Zustand. Nach solchen Gesprächen mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin ist ein neutraler und qualifizierter und geduldiger Gesprächspartner oft sehr nötig. Dann kann man sich an die Mitarbeiterinnen in unserem Verein wenden. Wir sind bemüht, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen – das braucht Zeit. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, bevor Ihr Kranksein mit Allem was dazugehört Sie überfordert. Auch Angehörige schwerstkranker und sterbender Menschen brauchen mitunter zuverlässige Begleiter und Gesprächspartner – wenden Sie sich an uns, bevor Sie an Ihre Grenzen stoßen.
Wir begleiten Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Wir begleiten Angehörige in dieser Zeit. Wir bieten Menschen die Möglichkeit, die Konfrontation mit einer schwersten oder tödlichen Erkrankung bei sich selbst und einem Angehörigen aushalten zu lernen. Wir unterstützen und fördern die Vorstellungen eines sterbenden Menschen von einem würdigen Leben bis zum Tod. Wir begleiten Sie, hören Ihnen zu, lesen Ihnen vor oder schweigen mit Ihnen. Wir unterstützen Sie bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte. Wir vermitteln Ihnen Informationen zu Krankheitsbildern, Schmerztherapie, palliativer Pflege und Symptomkontrolle und begleiten Sie in Ihrer Trauer ein Stück auf Ihrem Weg.
Wir bieten Weiterbildungskurse an für Krankenschwestern und –Pfleger, Altenpflegerinnen, Sozialarbeitern im Gesundheitswesen, der Jugendhilfe und der Behindertenarbeit Wir bieten Vorbereitungskurse zur ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterin an Wir beraten und begleiten in der Zeit der Trauer (einzeln oder in einer Gruppe) Wir beraten Menschen psychosozial mit einer lebensverkürzenden Erkrankung Wir beraten Sie umfassend bei der Erstellung einer Patientenverfügung Wir veranstalten Gesprächskreise, Kinovorstellungen, Vorträge, Seminare, Ethikunterricht an Schulen und Gymnasien
Was bedeutet Hospiz, Palliativ Care?
Was kosten die Leistungen des Vereins?
Wir tun unseren Dienst im Ehrenamt. Nur für unsere Weiterbildungskurse wird ein Unkostenbeitrag für jeden Teilnehmer erhoben. Für Spenden sind wir dankbar!
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt?
Der Hausarzt oder die Hausärztin ist Ihr Vertrauenspartner, wenn es um die ärztliche Begleitung im Sterben geht. In der Regel kennt man seinen Hausarzt oder Hausärztin sehr lange. Wir nehmen, wenn es nötig ist (wenn Sie eine gezielte und wirkungsvolle Schmerz- und Symptombehandlung brauchen) sofort mit Ihrem Hausarzt diesbezüglich Kontakt auf. Wir können Ärzte auch sehr genau über Ihren Zustand informieren und sie als Palliativfachkräfte beraten, was aus unserer Erfahrung jetzt eine angemessene medizinische Begleitung durch ihn als Arzt bedeutet. Auch Hausärzte schätzen unsere Arbeit und Zuverlässigkeit und nehmen mit uns Kontakt auf oder empfehlen unseren Hospizdienst.
Wer sind die ehrenamtlichen Kolleginnen?
Wir sind Frauen und Männer, die durch Erfahrung an sich selbst und in ihren Familien für Themen wie Leid, Sterben, Tod und Trauer sensibilisiert wurden. Wir werden durch umfangreiche Seminare auf die Begleitung kranker Menschen und deren Angehörige gründlich vorbereitet. Wir unterliegen der Schweigepflicht und werden selbst in einer Gruppe fachlich während unserer Einsätze begleitet. Wir übernehmen keine speziell pflegerischen Aufgaben, geben aber der menschlichen Begleitung eine sehr große Bedeutung. Wir lieben das Leben und arbeiten daran, den Tod zum Leben zu zählen und eine Gesellschaft aufzubauen, in der man ein offenes Ohr und Herz hat für die Nöte kranker, sterbender und trauernder Menschen.
Am besten, man lässt sich im Hospizbüro dahingehend beraten, lernt uns kennen. Mitarbeiten kann man nach abgeschlossenem Vorbereitungskurs oder als Mitglied im Verein. Man kann uns auf die vielfältigste Art und Weise unterstützen.
Indem Sie einfach Kontakt zu uns aufnehmen und sich über unseren Verein und uns informieren und gegebenenfalls als Mitglied eintreten.
Wie kann ich den Verein unterstützen?
Sie können Mitglied werden. Sie können einen Vorbereitungskurs zur ehrenamtlichen Mitarbeiterin absolvieren und schwerstkranke und sterbende Menschen besuchen. Sie können Geld spenden. Sie können Sachspenden machen. Sie können über uns reden und die Hospizidee damit unterstützen, dass Sie sich genau darüber informieren und Ihr Wissen in die Welt tragen. Sie können uns als FachreferentIn unterstützen (Ärzte, Schwestern, Psychologen, Bestatter, Logopäden, Physiotherapeuten etc)
Mitnehmen kann man nichts – aber etwas hinterlassen
Ihr Vermächtnis – unsere Verantwortung
Mitmenschlichkeit sichern für die Zukunft
Dass echte Selbstbestimmung und mitmenschliche Solidarität einander ergänzen, macht unser Verständnis von Würde aus. Durch eine längere Lebenserwartung verstärkt sich das Auftreten von Alterskrankheiten. Immer mehr Menschen sind auf fremde Hilfe angewiesen. Bei hohem Alter, Verlust des Partners, Versterben der Freunde droht eine Vereinsamung in dieser Zeit des Lebens, es droht kalte Anonymität hinter Stationstüren.
Hier fühlen wir uns in die Verantwortung genommen und bieten stattdessen menschliche Zuwendung und konkrete Unterstützung an.
Die meisten Menschen möchten bis zuletzt in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.
Bitte helfen Sie uns, Verantwortung zu übernehmen, indem wir Fürsorge und Würde bewahren – zum Beispiel mit einem Vermächtnis.
Meine Erben sind…
Ergänzend dazu (zu meinem Testament vom… mit einer Verwahrung beim Amtsgericht…), bestimme ich:
Dem Hospizverein „END-LICH LEBEN“ e.V. eine Geldsumme in Höhe von… zu vermachen. Diese ist aus meinem Erbe dem genannten Vermächtnisnehmer auszuzahlen.
Ort, Datum, Unterschrift
Bitte schreiben Sie den obigen Text handschriftlich ab und legen Sie ihn zu Ihren Testamentsunterlagen.
Verzicht auf Blumen und Kränze
Sollte Ihnen an Blumen und Kränzen an Ihrem Grab nicht viel liegen, gibt es eine weitere Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation nach dem Tod zu unterstützen.
Den folgenden Text können Sie abschreiben oder ihn bei Ihrer Patientenverfügung, Ihren Bestattungsunternehmen, oder sonstigen persönlichen Unterlagen verwahren, damit Ihr Bestattungspflichtiger ihn den Trauergästen in geeigneter Form zur Kenntnis geben kann.
Vermächtnis anlässlich meiner Bestattung
Anlässlich meiner Bestattung bitte ich diejenigen, die mir am grab eine Kranz – oder Blumengabe zugedacht haben, auf diese zu verzichten. Es wäre in meinem Sinne, wenn stattdessen an den Hospizverein „END-LICH LEBEN“ e.V. eine Spende auf folgendes Konto überwiesen werden würde:
Hospizverein „END-LICH LEBEN“ e.V. Sparkasse Wittenberg Kto.: 308 498 BLZ : 805 501 01
Als Kennwort bitte meinen Namen angeben (die Liste der Spender anlässlich meiner Bestattungsfeier wird meinen Angehörigen anschließend überreicht.)
Ort, Datum, Unterschrift
Selbstverständlich können Sie, wenn sie vielleicht keinen erben haben, eine gemeinnützige Initiative wie den Hospizverein „END-LICH LEBEN“ e.V. oder eine andere Organisation in Ihrem Testament bedenken. Die ist sowohl anteilig, wie auch als Alleinerbe oder auch in Form eines Vermächtnisses innerhalb eines Testaments möglich.
Sollten Sie sich zu einer der hier vorgeschlagenen Formen entschließen können, würden wir uns darüber sehr freuen. Die Zusendung einer Kopie wäre schön, allein der Möglichkeit wegen, Sie somit schon zu Lebzeiten kennen lernen zu können – natürlich nur, wenn Sie dies für wünschenswert halten.
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Veranstaltungen
| Fre Feb 24, 2012 @14:00 - TAG DER OFFENEN TÜR IM HOSPIZ JESSEN |
| Don Mär 15, 2012 @15:00 - Vortrag zum Thema ERBEN UND TESTAMENT |
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